Bonn, 2. März 2020 – Aktuell werden wir häufig gefragt, welche Auswirkungen die Verbreitung des Coronavirus auf den Murphy&Spitz Umweltfonds Deutschland hat. Hier ein kurzer Überblick:

Der Ausbreitung des Coronavirus hat an den europäischen und asiatischen Börsen zu starken Kursrückgängen geführt. Davon sind auch nachhaltige Unternehmen und Projekte betroffen. Sie sind betroffen, weil es Panikverkäufe durch alle Branchen und Sektoren hindurch gab.

Welche Auswirkungen hat dies für den Murphy&Spitz Umweltfonds Deutschland?

Murphy&Spitz hat bereits Mitte Februar agiert und die Aktienquote im Murphy&Spitz Umweltfonds Deutschland gesenkt. Nachdem sich die Ereignisse in der chinesischen Provinz Hubei zuspitzten und es Auswirkungen auf den chinesischen Export gab, haben wir die Lage sehr intensiv beobachtet und analysiert. Als es dann in Norditalien zu Absperrungen von ganzen Ortschaften kam, haben wir proaktiv begonnen, die Aktienqoute von 97% auf 82% zu senken.

Im Gegensatz zu „hirnlos agierenden“ ETFs erkennt das menschliche Hirn: Es wird die Wirtschaft in ganz Europa treffen. Als Rosenmontag die Kurse dann auch in Europa begannen zu fallen, haben wir die Aktienquote im Murphy&Spitz Umweltfonds Deutschland noch einmal auf unter 65% gesenkt. Herausgenommen haben wir dabei nicht die zyklischen Werte (was normalerweise geschieht), sondern jene Aktien, die in Indices wie dem DAX oder EURO Stoxx vertreten sind. Wir haben also proaktiv und bereits als sich abzeichnete, dass es zu einem Kursabschwung kommen wird, agiert.

ETFs, welche per definitionem nicht aktiv gemanagt werden, verstärken Trends. Genau dies geschah in den letzten Wochen zum Schaden von Anlegern, wie die folgende Übersicht exemplarisch veranschaulicht:

Mit welchen weiteren Entwicklungen müssen wir rechnen?

Bei der Betrachtung der weiteren Entwicklungen müssen wir den tatsächlichen Verlauf der Virusausbreitung und die Auswirkungen auf die Wirtschaft unterscheiden. Wie sich der Verlauf der Pandemie tatsächlich darstellen wird, kann von uns nicht eingeschätzt werden. Mit hoher Wahrscheinlichkeit ist von steigenden Zahlen an Infizierten und Opfern auch bei uns in Deutschland und Europa auszugehen. Deutschland ist – im Gegensatz zum China, Iran oder auch Südkorea – nun aber hinsichtlich dessen, was noch kommen wird, gewarnt und kann sich vorbereiten.

Die wirtschaftlichen Auswirkungen können hingegen – wenn es in Deutschland und Europa ebenfalls zu Werksschließungen kommt – gravierend sein. Auch sind die Folgen des Exporteinbruchs in China bei uns in Europa noch nicht angekommen, da die meisten Containerschiffe, welche aktuell unsere Güter liefern, noch vor den Beschränkungen in China ausgelaufen sind. Betrachtet man aber die Situation in Deutschland, so ist festzuhalten, dass dieses Land wie kaum ein anderes Land fiskalpolitischen Raum hat, um zu agieren. Der Bundeshaushalt wies im letzten Jahr weltweit den höchsten Überschuss auf und gibt Spielraum, um auf eine Rezession zu reagieren. Dabei werden nachhaltige Branchen zu den Gewinnern gehören. Die jetzigen Verwerfungen können als ein Weckruf erkannt werden, um fällige Strukturreformen zu beschleunigen.

Erfreulich: Im Schatten der Coronavirus-Hysterie bahnt sich ein Kompromiss zum Ausbau der Windkraft in Deutschland an.

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