Managementkommentar Mai 2022

Leichter Wertrückgang im Mai

Monatlicher Bericht des Managements

Den Mai schloss der Murphy&Spitz Umweltfonds Deutschland mit einem leichten Wertrückgang von -2,65 % (A) und -2,59 % (I). Die Wertentwicklung des Murphy&Spitz Umweltfonds Deutschland liegt somit seit Jahresanfang bei -10,98 % (A) und -10,70 % (I).

Wirtschaftliches Umfeld geprägt vom Krieg in der Ukraine

„Sell in May and go away“ ist eine der großen Börsenregeln, wobei man nicht vergessen sollte, im Herbst wieder zurückzukommen. Vieles deutet aber in diesem Jahr darauf hin, dass es anders kommen wird. Der Mai, geprägt von dem Überfall Russlands auf die Ukraine und dem erwarteten Zinsanstieg als Reaktion auf hohe Inflationsraten, hat seinen ganzen Schrecken entfaltet. Die Teuerungsrate in Deutschland und der EU ist durch importierte Preissteigerungen von Roh- und Vorprodukten im letzten halben Jahr kontinuierlich gestiegen. Im Mai lag sie bei 7,9 % gegenüber dem Vorjahresmonat. Die Lohnsteigerungen im ersten Quartal konnten das nicht ausreichend kompensieren. Sie stiegen durchschnittlich um 4,1 %, es kommt folglich zu einem Kaufkraftverlust. Diese Entwicklung sollte dämpfend auf den Preisanstieg wirken, ebenso wie die Anhebung des EZB-Referenzzinssatzes, der die Refinanzierung für von der Bank ausgegebene Darlehn teurer machen wird. Der Schritt ist für Juli angekündigt, macht sich aber bereits im ersten Halbjahr 2022 mit steigenden Hypothekenzinsen bemerkbar. Sie sind von unter 1 % auf 2,7 % gestiegen. Diese Nachrichten wurden schon in den Aktienkursen eingepreist. Die Unternehmenszahlen deuten aber weiterhin auf eine relative Stärke hin und öffnen die Tür für ein wenig Optimismus für den Rest des Jahres. Auch deuten die ersten Zahlen aus den USA darauf hin, dass die Spitze der Preissteigerung erreicht sein sollte. Die Inflationsrate gab dort im zurückliegenden Monat nach. 

Neuinvestments in Centrotec und WeGrow

Im Mai wurden zwei neue Investments getätigt, die beide Besonderheiten aufweisen. Zum einen wurde mit der Centrotec aus Brilon ein Heizungsbauer mit einer starken Erneuerbare-Energien-Ausrichtung aufgenommen. Die Unternehmenszahlen waren herausragend. Im zurückliegenden Jahr war die Centrotec lieferfähig und konnte viele hochmoderne Erneuerbare-Energie-Lösungen für Immobilien installieren. Das Besondere dieses Investments ist, dass die Haupteigentümer das Unternehmen von der Börse genommen und ein Delisting durchgeführt haben. Lediglich in Hamburg wird Centrotec noch gehandelt. Es stellt sich die Frage, ob es zu einem sogenannten Squeeze-Out kommt. Zum anderen wurde mit der WeGrow aus Tönisvorst der Marktführer für schnellwachsende Kiri-Hölzer im PRE-IPO in das Portfolio aufgenommen. Der Börsengang ist für dieses Jahr geplant ist. WeGrow baut ihre patentierten Kiribäume in Deutschland und Spanien auf Plantagen an. Das hochwertige, schnellwachsende und relativ leichte Holz wird von verschiedenen Branchen, wie z.B. Möbelindustrie, Baugewerbe und Automotiv stark nachgefragt. 

Die starken Kursrückgänge bei Eckert&Ziegler, ein Hersteller radioaktiver Komponenten für medizinische, wissenschaftliche und messtechnische Zwecke mit Spezialisierung auf die Krebstherapie, wurden genutzt, um das Investment um 25 % aufzustocken. Aktuell zeigen eine ganze Reihe von Investments eine hohe Unterbewertung und somit ein Aufholpotenzial, das wir durch die Erhöhung der Investitionsquote nutzen. Aus dem Portfolio herausgenommen wurde der Rostocker Windkraftanlagenbauer Nordex. Die Unternehmenszahlen weisen auf keine Verbesserung des operativen Geschäfts hin. Vielmehr scheint das Marktumfeld für die Windkraft allgemein zu stagnieren. 

Murphy&Spitz geht von steigenden Kursen innerhalb der kommenden 18 Monate aus und hat die Investitionsquote im Murphy&Spitz Umweltfonds Deutschland erhöht.

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