Umbau des Portfolios nimmt Fahrt auf
Monatlicher Bericht des Managements
Der Murphy&Spitz Umweltfonds Deutschland gab im Dezember 2025 nach und schloss mit -2,53% ab. Seit Jahresanfang hat der Aktienfonds eine Wertentwicklung von -17,73% (A).
Unterstützt durch Hoffnungen auf Fortschritte bei den Friedensverhandlungen zur Beilegung des Ukraine-Krieges, war die Stimmung an den Finanzmärkten im letzten Monat des Jahres 2025 leicht positiv. Daran haben negativ ausgefallene Wirtschaftsdaten nichts geändert. Für Deutschland beispielsweise hat das ifo Institut seine Wachstumsprognose für 2026 und 2027 um jeweils 0,5 Prozentpunkte gesenkt.
Im Laufe des Jahres fiel der Preis von Erneuerbare-Energie-Projektrechten. Bei einer jährlichen Installation von 5 GW Windkraftanlagen und 40 GW genehmigter Projektrechte, wird eine Auslese anhand der Qualität und Rentabilität von Windprojekten erfolgen. Erneuerbare-Energien werden immer preiswerter, das hat negative Auswirkungen, die Projektentwickler spüren.
Das Portfolio des Murphy&Spitz Umweltfonds Deutschland wurde im Dezember umgebaut. Der Anteil an Betreibern und Projektierern von Erneuerbare-Energie-Anlagen wurde gesenkt, die Position des Windkraftprojektierers PNE veräußert. Die Position des Anlagenbetreibers clearvise wurde aufgrund der schwachen Kursentwicklung und des Dominanten, aber entscheidungsschwachen Hauptaktionärs gesenkt.
Der dänische Gesundheitskonzern Demant entwickelte sich schwächer als seine Konkurrenz. Diese Position wurde gesenkt, ebenso die von init innovation in traffic. Der führende Telematik-Konzern aus Karlsruhe entwickelte sich im zurückliegenden Jahr sehr gut, Gewinne wurden mitgenommen.
Ausgebaut wurde die Position der Umweltbank, bei der die Handschrift des neuen Vorstands klarer erkennbar wird. Der Turnaround im operativen Geschäft scheint geschafft. Dies sollte sich bald auch in der Kursentwicklung wiederfinden.
Neu ins Portfolio aufgenommen wurde die Aktie von Nordex. Die hohe Anzahl genehmigter Windprojekte füllt den Auftragsbestand des Hamburger Windanlagenherstellers. Des einen Leid ist des anderen Gewinn. Komponentenlieferanten profitieren aktuell vom Marktumfeld. So auch Pfisterer, dessen Produkte unter anderem in Offshore-Windparks, Freileitungen und Erdkabeln verbaut werden. Pfisterer profitiert von dem Ausbau der Stromnetze und hat volle Auftragsbücher.
Die Investitionsquote des Fonds wurde leicht gesenkt und lag zum 30. Dezember 2025 bei 98,61%. Es werden weitere Anpassungen am Portfolio vorgenommen. Murphy&Spitz erwartet für das Jahr 2026 steigende Kurse für nachhaltige Branchen und den deutschen Mittelstand.

